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Chronik

 
In ländlichen Gebieten gab es bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts keine Einrichtungen im Sinne unserer jetzigen Krankenhäuser. Schon seit dem Mittelalter jedoch entstanden so genannte „Spittel", die trotz der Namensähnlichkeit mit dem heutigen Spital nichts gemein hatten. Es waren bestiftete bzw. von Orden oder Zünften, später von Gemeinden geführte Armen- und Siechenhäuser, die entsprechend der heutigen Fürsorge mittellose und kranke Menschen beherbergten. Ein solches Spittel wird von der Chronik auch in Hollabrunn seit dem Mittelalter mehrfach erwähnt. Es stand außerhalb des Ortes an der „Unteren Zeile" (zuletzt Wiener Straße 67) und wurde vor 30 Jahren abgetragen.

1801
Im Zusammenhang mit dem 1801 errichteten Armenhaus (Amtsgasse 4) wurde 1839 ein „Krankeninstitut" mit ca. zehn Betten gegründet, in dem vorwiegend mittellose und kranke Handwerksgesellen und Dienstboten auch medizinisch betreut wurden.

1857
Das erste Spital im heutigen Sinn war das 1857 gegründete „Öffentliche Bezirkskrankenhaus Hollabrunn", das allerdings 3 Jahre später „mangels der nötigen Mittel ..." von der k.k. Statthalterei wieder geschlossen wurde.

1873
Der zweite Anlauf war erfolgreicher: 1873 wurde neuerlich die Errichtung eines Krankenhauses beschlossen. Aus Anlass des 50-jährigen Bestandes bewilligte die Sparkasse Hollabrunn einen Betrag von 30.000 Gulden. Zum 25-jährigen Regierungsjubiläum des Kaisers wurde die Anstalt „Kaiser Franz-Josefs-Spital" benannt. Das ebenerdige Gebäude mit 24 Betten am Standort der heutigen Winiwarter Straße wurde am 23. Mai 1876 in Betrieb genommen. Nach einer ersten Vergrößerung im Jahre 1884 wurde die Anstalt 1898 um mehrere Krankenzimmer, Operations-Räume, ein Röntgenzimmer und ein Labor erweitert.

1878
Nachdem anfänglich die Verwaltungsgeschäfte vom (ursprünglich einzigen) Spitalsarzt und einem Gemeinderatsausschuss besorgt worden waren, wurden diese Aufgaben einem Verwalter übertragen. Die geistlichen Schwestern vom Orden der „Töchter vom göttlichen Heiland" übernahmen den „Krankenwartedienst".

1897
Der erste Sekundar-Arzt wurde eingestellt

1904
Das Spitalsareal wurde durch den Ankauf des Griensteidlischen Hauses samt Garten wesentlich vergrößert.

1917
Infolge der großen Zahl an zu versorgenden "Militär-Personen" und im Zusammenhang mit der Errichtung eines Lagers in der heutigen Gartenstadt wurde das Krankenhaus von der k.k. Statthalterei um den West-Trakt (zuletzt Interne-Männer) vergrößert. In der Zwischenkriegszeit bekam das Haus einen neuen Operationstrakt und eine Infektionsabteilung (zuletzt HÜST / Interne-Frauen). In den Sechzigerjahren wurden das Schwesternhaus und der Labortrakt errichtet. Die letzte bedeutende bauliche Erweiterung am alten Standort in der Winiwarter Straße war der Ausbau des Ost-Traktes für die gynäkologisch-geburtshilfliche und chirurgische Abteilung zwischen 1971 und 1975. Trotz zahlreicher weiterer Umbau-Maßnahmen war die eklatante Raumnot nicht zu beheben.

Das ebenerdige Krankenhaus am damaligen Standort der heutigen Winiwarter Straße hatte massive Platzprobleme. Der Gemeinderat der Stadt Hollabrunn fasste wegen der dortigen eklatanten Raumnot am 23. Juni 1986 den Beschluss zu einem Krankenhaus-Neubau. In den Jahren 1987 bis 1992 wurde das neue Haus in der Robert-Löffler-Straße errichtet.

1992
Am 1. Juli 1992 konnte das neue Haus in Betrieb genommen werden. Die offizielle Eröffnung erfolgte am 9. November 1992 durch Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll.

Herbst 1993
Inbetriebnahme der Gesundheits- und Krankenpflegeschule Hollabrunn.

1998
Inbetriebnahme der sozialpsychiatrischen Abteilung.

2000
Inbetriebnahme des Computertomografen und der Teleradiologie.

1. Dezember 2002
Inbetriebnahme der interdisziplinären ICU (4 Betten) und postoperativen IMCU (4 Betten) - Abteilung für Anästhesiologie und Intensivmedizin

1. Jänner 2005
Übergabe der Rechtsträgerschaft von der Stadtgemeinde Hollabrunn an das Land Niederösterreich.

1. Oktober 2005
Inbetriebnahme des Zubaues der Abteilung für Sozialpsychiatrie mit 20 stationären Betten und der Tagesklinik (20 Betreuungsplätze)

2. März 2009
Zertifikatsübergabe anlässlich der Installierung eines Umweltmanagementsystems nach ISO 14001

29. April 2010
Verleihung des Gütesiegels "Selbsthilfefreundliches Krankenhaus"

Dezember 2010
Inbetriebnahme eines neuen 64-Zeilen-Computertomographen

Februar 2012
Rezertifizierung des Umweltmanagementsystems nach EN ISO 14001

Juni 2012
Inbetriebnahme der neuen Räumlichkeiten (Schreibzimmer, Ärztedienstzimmer etc.) im Dachgeschoß

Oktober 2012
Der Multifunktionsraum und die neu gestalteten Palliativräumlichkeiten im Erdgeschoß werden in Betrieb genommen

2014
Am 24. April 2014 erhielt die Küche des Landesklinikums Hollabrunn die Auszeichnung »Vitalküche+«.
Die Geburtenabteilung des Landesklinikums Hollabrunn erhielt das UNICEF-Zertifikat  „Babyfriendly Hospital“. Die Urkundenverleihung erfolgte am 18. September 2014 in Innsbruck.

Februar 2015
Rezertifizierung des Umweltmanagements nach EN ISO 14001

2015/2016
Änderung der Energieversorgung im Landesklinikum Hollabrunn: Demontage des Blockheizkraftwerkes und Anschluss an das Fernwärmenetz

2017
Nach Umbau: Inbetriebnahme der zentralen Anmeldung & der zentralen Ambulanz